So schützt du die empfindlichen Pfoten deines Lieblings
Der Sommer lädt zu ausgedehnten Spaziergängen, Wanderungen und gemeinsamen Abenteuern mit unseren Vierbeinern ein. Doch während wir unsere Füße mit Schuhen schützen, sind Hundepfoten den unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt. Heiße Böden, trockene Wege oder scharfkantige Untergründe können die empfindlichen Ballen stark beanspruchen.
Jedoch lassen sich mit der richtigen Pflege und etwas Aufmerksamkeit viele Probleme vermeiden.
Warum sind Hundepfoten im Sommer besonders empfindlich?
Die Ballen deines Hundes sind zwar robust, aber keineswegs unempfindlich. Im Sommer stellen vor allem hohe Temperaturen eine große Herausforderung dar. Asphalt, Pflastersteine oder Sand können sich in der Sonne auf weit über 50° C erhitzen. Bereits nach kurzer Zeit können Verbrennungen oder schmerzhafte Verletzungen entstehen.
Ein einfacher Test hilft: Lege deinen Handrücken für ein paar Sekunden auf den Boden. Ist das unangenehm heiß, ist der Untergrund auch für deinen Hund zu heiß.

Die größten Gefahren für Hundepfoten: heiße Oberflächen!
Asphalt, Beton, Pflastersteine und dunkle Gehwege speichern besonders viel Wärme. Plane Spaziergänge deshalb möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden und nutze schattige Wald- oder Wiesenwege.
Trockene und rissige Ballen
Hitze und trockene Luft können die Ballenhaut austrocknen. Kleine Risse entstehen oft unbemerkt, können aber schmerzhaft werden und das Eindringen von Schmutz oder Keimen begünstigen.
Fremdkörper
Grannen, kleine Steine, Glasscherben oder Dornen können sich zwischen den Zehen oder in den Ballen festsetzen. Daher ist es wichtig die Pfoten nach jedem Spaziergang gründlich zu kontrollieren. Lies dazu auch diesen Artikel über Mäusegerste!
Sand und Salzwasser
Ein Strandbesuch macht vielen Hunden großen Spaß. Allerdings können heißer Sand sowie Salzwasser die Haut zusätzlich austrocknen. Nach dem Baden empfiehlt es sich, die Pfoten mit klarem Wasser abzuspülen und anschließend gut abzutrocknen.

So pflegst du die Pfoten richtig
Eine regelmäßige Pfotenpflege trägt dazu bei, die Haut geschmeidig und widerstandsfähig zu halten. Dazu gehört:
- Die Ballen regelmäßig auf Verletzungen oder Risse kontrollieren.
- Verschmutzungen vorsichtig entfernen.
- Die Pfoten nach Bedarf reinigen und gründlich trocknen.
- Eine hochwertige, speziell für Hunde entwickelte Pfotenpflege auftragen, um die Haut geschmeidig zu halten und ihre natürliche Schutzfunktion zu unterstützen.
- Zu lange Haare zwischen den Ballen vorsichtig kürzen, so kann sich weniger Schmutz oder Grannen festsetzen.
Wann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden?
Nicht jede kleine Schramme ist besorgniserregend. Zeigt dein Hund jedoch eines oder mehrere der folgenden Anzeichen, solltest du die Pfoten tierärztlich untersuchen lassen:
- deutliches Humpeln
- blutende oder tiefe Verletzungen
- starke Schwellungen
- Blasen oder verbrannte Ballen
- anhaltendes Lecken oder Knabbern an einer Pfote
- eitrige oder entzündete Stellen
Je früher eine Verletzung behandelt wird, desto schneller kann sie meist abheilen!
Gesunde Pfoten sind die Grundlage für unbeschwerte Spaziergänge und gemeinsame Erlebnisse. Gerade im Sommer lohnt es sich, den empfindlichen Ballen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Mit etwas Vorsorge, regelmäßiger Kontrolle und der passenden Pflege kann dein Hund die warme Jahreszeit schmerzfrei und aktiv genießen.
Denn glückliche Pfoten bedeuten vor allem eines: mehr Freude an jeder gemeinsamen Entdeckungstour.